Die foodisch community

Food + Talk + Art  

Die foodisch community

Foodies, Urbane Aktivisten, Visionäre. Sie alle strömen nach wie vor nach Berlin, verändern Stadtbild und Ess-Gewohnheiten. Wer die Übersicht behalten will im Wust der Streetfood Märkte, Dining Clubs, Pop-Up Küchen muss schon fast strategisch vorgehen, oder sich einfach treiben lassen. Die Plattform foodisch in New York gestartet, tritt nun an um all die oben genannten an einem Tisch zu vereinen. Wir haben uns mit dem Gründer Simo Azzaoui ausgiebig darüber unterhalten!

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Erzähl uns ein wenig wie alles angefangen hat und ist New York in dem Sinn vergleichbar mit Berlin?

Es fing alles mit einem sehr guten persischen Freund namens Mohammed in NY an. Und wir haben uns rege über subtilen Rassismus unterhalten  und überlegt wie man im politisch paranoiden Amerika mithilfe eines Diskurses Brücken und Gemeinsamkeiten betonen kann und für Inklusion und Aufklärung sorgt anstatt immer nur zu spalten.

Wir wollten zeigen, dass Mohammed&Mohammed auch Spass machen kann und nicht immer im Bombenanleitungs—Seminar endet (lacht).

Es ging darum Menschen unterschiedlichster Couleur zusammenzubringen und zu sensibilisieren. Es gab persisch-marokkanische Leckereien, einen Literatur-Motto-Abend, und Live-Performance von inspirierenden Künstlern, die wir aus der peer group heraus aktiviert haben.

Simo Azzaoui, Founder von foodisch

New York und Berlin sind durchaus in vielerlei Hinsicht vergleichbar. Menschen wollen raus aus der Anonymität hin zu etwas sehr Persönlichem. Communities sind  sehr gefragt, da Menschen sich nach Geborgenheit unter Gleichgesinnten sehnen. Der Trend geht ganz klar zu mehr Achtsamkeit, sonst bleibt bei all der Hektik die Seele auf der Strecke.
Menschen sehnen sich nach gemeinsamen Ritualen, nach gemeinsamen haptischen Erlebnissen, sehnen sich danach einen gemeinsamen Mehrwert zu generieren. Und foodisch hat hier eine Lücke erschlossen, die all diese needs in einem Konzept vereint. Von der Planung bis hin zum Talk wird das Erlebnis gemeinsam kreiert. Und das kann kein Restaurant bieten.

Es ist wie der Name schon impliziert “beyond food”.  

Wer ist foodisch, seid ihr auch eine Gruppe von Freunden, Nachbarn?

Wir sind eine dynamische und sehr internationale Community von conscious food Enthusiasten und Food Aktivisten, die die Dining-Experience demokratisieren wollen ein Bewusstsein fürs Essen schärfen wollen.
Essen mit Inhalt ist das zentrale Element. Wir wollen lieber Tausende aktive und passionierte Nutzer finden, die foodisch wirklich lieben und voranbringen wollen, als Hunderttausende, die es ein bisschen mögen.
Wir freuen uns, wenn unsere community wächst.

Jeder, der was beizutragen hat, soll auf uns zukommen.

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Und was unterscheidet foodisch von ähnlichen Konzepten, Start-Ups?

“Secret” Speakeasies, Food Trucks, hochpreisige und homogene Supperclubs sprießen ja nur so aus dem Boden und gehören eher zur Kategorie Restaurant.
Aber was ist wenn du nur ein (Hobby)-Koch bist und Lust hast Freunde und Fremde in deiner Bude zu bekochen, Talks zu organisieren und künstlerisch zu experimentieren? Dann komm zu foodisch.
foodisch bietet als einzige Plattform auf dem Markt ein allumfassendes Erlebnis an. Wir definieren uns als das wahre soziale Netzwerk, das Food, Talks und Art verbindet und Menschen zusammenbringt. Jeder kann seine Wohnung in ein warmherziges Mini-Pop-up verwandeln, Menschen unterschiedlichster Couleur bekochen und unterhalten und nebenbei noch Geld verdienen.

The magic happens offline ist das Motto.

Und das halten wir auch strikt ein indem wir die Telefone einsammeln damit die Menschen wirkich connecten und achtsam den Moment genießen.  

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Euer Motto ist Food+Talks+Art – kannst du uns ein paar konkrete Beispiele dafür nennen?

Food ist immer ein integraler Bestandteil aller Events und kann von Hummus, Tajine bis hin zu Dumplings und einfachen Nudelgerichten reichen.

Essen ist jedoch viel mehr als nur Nahrungsaufnahme – es ist die Schnittstelle von Kultur, Natur und Tradition.

Und foodisch vereint all diese Bezüge: unsere Talks gehen durch den Magen – es geht um Organic Food, Conscious Cuisine, Selbstliebe, Self-improvement, Gender-Geschichten — es geht um einen allumfassenden Blick auf alle Aspekte unserer Ernährung einzuüben.
Bei der Art-Komponente haben wir u.a. upcoming Street-Artisten eingeladen, die den Gästen einige Graffiti Skills beigebracht haben und jeder am Ende ein kleines zum Teil selbst kreiertes Kunstwerk mitnehmen konnte. Oder Paint Artwork Collaborations, wo zwei Künstler an einem Bild gemalt haben und danach dieses für einen guten Zweck versteigert wurde unter den Gästen. Wir fassen den Art-Begriff jedoch weiter, auch Body-Painting, gemeinsames Handwerken bis hin zur Live-Musik zählt dazu. Es geht darum etwas Gemeinsames zu erschaffen!

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Glaubst du das die Rückkehr zum gemeinsamen Essen und Kochen eine fast schon instinktive Reaktion ist auf die Welt in der wer leben?

Wir leben in einer Welt voller Stereotypen und distractions, in einer Welt wo uns Algorithmen Informationen vorsetzen, in einer Welt wo wir Tausende von Facebook-friends haben, aber am Ende des Tages das Essen uns, am besten mit dem Handy in der Hand, reinschaufeln.  An die Stelle des gemeinsamen Kochens und Miteinanders tritt das einsame Konsumieren.

Über Jahrzehnte hat man uns eingebläut, dass Individualität der Schlüssel zur Glückseligkeit ist.

Aber dem ist nicht so. In diesem Spannungsfeld zwischen Ich und Wir bedarf es einer Balance. Wir sind der festen Überzeugung, dass Menschen im digitalen Zeitalter vereinsamen und nach einem Ventil suchen um wieder mehr substanzielle Interaktion zu generieren. Und gemeinsames Essen, gerade in hybriden Städten wie Berlin und New York, ist dafür prädestiniert. Menschen sehnen sich nach Zweisamkeit, nach emotionaler Tiefe. Essen war schon immer ein Kommunikationsbeschleuniger.
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Und kann uns diese Form des gemeinsamen tatsächlich zu besseren Menschen, aufmerksam für mein Gegenüber / Nachbarn machen?

Selbstverständlich. Der nachhaltige Erfolg einer gesellschaftlichen Veränderung und an einer besseren Welt mitzuwirken hängt immer davon ab, wie sich der Einzelne einbringt – mehr Miteinander als Über und – Nebeneinander.
foodisch steht symptomatisch für die neue Bewegung der kulinarischen Geselligkeit und das Sensibilisieren für bestimmte Themen bietet dafür einen gelungenen Ansatz. Würden wir uns die Zusammenhänge immer mal wieder bewusstmachen und auch tatsächlich darüber sprechen, würde sich vielleicht doch etwas ändern.

Werte wie Respekt, Togetherness, Presence, Awareness sind unsere Mantras, die wir von all unseren Hosts erwarten.

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Berlin gilt das vegetarische, vegane Haupstadt Europas, zu Recht. Inwieweit könnt ihr hier noch einen draufsetzen?

Es ist in Berlin in den vergangenen Jahren eine dynamische Alternativkultur entstanden.
Der Trend geht ganz klar zu hochwertigem und achtsamerem Essen –  man will sich was gönnen und und seinen guten Geschmack exponieren. Nachdem die Menschen ihren Körper gerade in Berlin in exzessiven Partynächten kaputt gefeiert haben, verwöhnen wir endlich unseren Tempel und schaffen gesunde Rituale, denn nur dadurch wird das Leben erst lebenswert. Essen ist das neue Ausgehen. (lacht)
Bei der Slow-Food-Bewegung angefangen, bis hin zu Bio, Fairer Handel,  Selbsternte-Angebote, Mitkochzentralen, ökologischen Landwirtschaft, sogar die avantgardistische Urban Gardening Kultur ist in Berlin immer mehr im Kommen. Und das alles initiiert von Menschen, die sich wirklich passioniert mit der Thematik auseinandersetzen und eine Veränderung herbeiführen wollen.

Bei foodisch vereinen wir all diese Bewegungen und schaffen eine nachhaltige Plattform, die für conscious cuisine steht

Werdet Teil unserer foodisch community, meldet Euch an, egal ob Gastgeber, Speaker – die nächsten Wochen sind voll mit wunderbaren Events! Wir freuen uns auf Euch!

How it works

www.foodisch.com




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