Martin Eder

Maler 

Martin Eder

Martin Eder ist wie Gerhard Richter, Tim Eitel und Neo Rauch einer der wichtigsten Deutschen Maler der Gegenwartskunst. Infos zu EIGEN + ART Berlin, Bilder, der Dunkle Grund zu Martin Eder.

Martin Eder: Maler

Martin Eder lebt und arbeitet in Berlin. Der Künstler wird vor allem von Gerd Harry Lybke, dem Galeristen von EIGEN + ART Berlin, vertreten und gefördert. Seine Bilder werden neben den Werken von Tim Eitel, Neo Rauch und Gerhard Richter immer wieder, aber fälschlicherweise der so genannten Leipziger Schule zugeordnet. Der Galerist, und besonders die von ihm vertretenen Künstler, distanzieren sich von dem Begriff „Leipziger Schule“. Hierzu ein Zitat von Galerist Lybke, das er in einem Interview mit Christiane Meixner für die Welt am Sonntag im Jahr 2009 gegeben hat:

Die ‚Neue Leipziger Schule‘ gab es nie. Zumindest haben die Künstler diesen Titel nicht erfunden. Hinter dem Namen verbirgt sich keine programmatische Vision, so wie bei den Futuristen oder den Expressionisten, sondern eine Notgemeinschaft verzagter Malerkollegen. Denn als die jungen Männer sich Anfang der 90er-Jahre entschieden, Malerei zu studieren, war die Arbeit mit der Kunst in Öl, so wie sie von den Leipziger Professoren Arno Rink und Sighard Gille gelehrt wurde, out“. Angesagt waren Fotografie und Videokunst.

Martin Eder: Bilder

Meine Bilder sind eigentlich Schlachtenbilder. Es wird gemordet und es ist unglaublich blutrünstig.

Martin Eders, oft in Öl gemalten, Bilder könnte man als moderne Idyllen beschreiben. Seine erotischen Frauenmotive, Kätzchen und Pierrots kann man als Allegorien einer hypervisuellen Gesellschaft verstehen. Die Bilder scheinen naiv-kitschig und übertrieben. Seine Bildmotive reichen vom Erotischem zum Surrealen, aber auch Trash ist zu sehen. Haustiere, Kätzchen, Pudel, Häschen und Kanarienvögeln wechseln sich ab mit Lolita-Mädchenkörpern, die lasziv erotisch im Bild liegen. Die realistischen, kitschigen Motive sind nicht der eigentliche Gegenstand der Bilder. Martin Eder arbeitet Details in die Bilder ein, die den Betrachter zum Nachdenken anregen. Die Motive sind ein Werkzeug, das die Aufmerksamkeit erhöhen und den Betrachter verwirren wollen.

Martin Eder: Berlin

Martin Eder hat sein Atelier in Berlin und ist hier auch in Ausstellungen vertreten. 2010 zeigte er z.B. seine neueren Arbeiten in der Ausstellung UGLY. Die Arbeiten zeigen eine neue Farbskala in mehrfach monochromen Bilder, die eine melancholische Stimmung in sich tragen. Diese Halbportraits spiegeln ein weiteres Hauptsujet von Eders Malerei wider – die Traurigkeit.

Ein wichtiges Technikelement von Martin Eder bezieht sich auf die Fotografie. So nutzt er z.B. Fotografien als Vorlage für seine großformatigen Leinwände. Die Fotografie stellt darüber hinaus aber auch einen eigenen Werkkomplex im Oeuvre von Martin Eder dar. Dazu zählen zum Beispiel seine großformatigen, überlebensgroßen Frauenakte, die in kühler und bedrückender Ästhetik dargestellt sind.

Martin Eder: Der Dunkle Grund

Der Dunkle Grund ist der von der Galerie EIGEN + ART herausgegebene 320 Seiten starke Katalog über Martin Eder. Darin finden sich alle Werke Eders, ausführliche Texte und Essays von u.a. Thomas Wagner, Rudij Bergmann und Nina Heydemann. On Top: Eine illustrierte Künstlerbiografie zur Ausstellung „Martin Eder“, die in der Staatliche Kunstsammlung Dresden, Galerie Neue Meister, Lipsiusbau, vom 31. Januar bis 26. April 2009 zu sehen war.

Martin Eder: Biografie

Martin Eder studierte von 1986 bis 1992 in Augsburg an der Hochschule, um im Anschluss ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg aufzunehmen. Von 1996 bis 1999 studierte Eder bei dem Kunstprofessor Eberhard Bosslet an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden und wurde von 1999 bis 2001 Meisterschüler bei Bosselt. Martin Eder wird heute von zwei Galerien vertreten: EIGEN + ART, Berlin/ Leipzig und Hauser & Wirth, London/ New York/Zürich.