Ula: Der neue Japaner serviert den Sake traditionell kalt

Japaner 

Ula: Der neue Japaner serviert den Sake traditionell kalt

Das Ula liegt versteckt in Berlin Mitte, sieht ein bisschen aus wie NYC und kombiniert feine japanische Küche mit traditionellen Sake-Variationen. Wir haben uns eines der regelmäßig stattfindenden Sake-Tastings gegönnt.

Vorspeise mit Rettich

Frauen und Männern in Kimonos begrüßen uns, als wir das Ula betreten. Das ist allerdings nur beim Sake-Tasting so, das regelmäßig hier stattfindet. Wir werden uns an diese Abend durch vier Sake-Sorten trinken, die uns abgestimmt auf die vier Gänge des japanischen Menüs gereicht werden. Im Ula wird der Sake dabei durchgängig kalt serviert, denn hochwertiger Sake wird in Japan niemals erwärmt.

Ula: Restaurant & Bar

Das Ula ist zwar nicht weit vom bebenden Leben am Rosenthaler Platz entfernt, trotzdem ist die Standortwahl des japanischen Restaurant an der Ecke zweier stillen Strassen in der Anklamer Straße eher ungewöhnlich. Ob der Besitzer des Ula, Taro Fujita, der in Japan mehrere Clubs und Restaurants führt, wusste, was er da tat als er im Mai das Ula an dieser Stelle eröffnete? Das fragen wir uns, als wir uns umsehen. Sehr kosmopolit sieht der Japaner aus. Und das meinen wir im positiven Sinn. Das Restaurant erstreckt sich über zwei Ebenen, zwei lange Gänge mit schwarzen Tischen, eine schwarze Bar umgeben von hohen Backsteinwänden. Die Einrichtung ist japanisch reduziert, auf den Tischen stehen Gläser und Essstäbchen, die Stühle sind aus schwerem Stahl und etwas hart zum sitzen. Die golden gestrichene Decke und die kleinen Lampen, die mit Löchern durchsetzt sind, kreiieren einen warmen Kontrast dazu.

Zeitgenössische japanische Küche begleitet von Sake

Die Karte im Ula wirkt auf den ersten Blick traditionell japanisch. Chefkoch Daisuke Nakashima, der früher in der japanischen Botschaft kochte, hat die Gerichte jedoch subtil zeitgenössisch abgewandelt. Wenn man diesen Begriff hier verwenden kann. „Modern“ kam uns irgendwie unpassend vor. Unser Menü startet mit grünen Sojabohnen, dazu gibt es gleich den ersten Sake. Kubota heißt er und zum Einstieg bekommen wir einen eher leichten und trockenen. Hergestellt wird er aus Reis, Wasser, Hefe und wenig destilliertem Alkohol. Durch die unterschiedlichen Polierungsgrade der Reiskörner und die Wahl der Sorten bekommt jeder Sake seinen ganz eigenen Geschmack. Drei weitere sehr leckere Sake bekamen wir zu jedem Gericht. Weiter geht es mit einem Carpaccio von der Dorade – Japanese Style. Sehr fein. Danach bekommen wir Lachs, der in knusprigem Tempurateig eingerollt ist. Gefolgt von gegrilltem Rinderfilet, sehr zart, gegrilltem Gemüse und ein Kartoffelpüree mit Wasabi, das uns umhaut.

Ula Galerie: Die Kunst im Basement

Im Basement, ein paar Stufen unter dem Restaurant, hat das Ula eine eigene Galerie. An den Backsteinwänden wird regelmäßig zeitgenössische Kunst aus Japan ausgestellt. Auch im Restaurant gibt es Kunst zu sehen: mir fällt ein großes Bild an der hinteren Wand auf. Es ist von dem japanischen Künstler Yuki Itoda und heißt You and me.

Ula: Adresse und Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag ab 8 Uhr

TEL : +49(0)30 8937 9570
FAX : +49(0)30 8937 9570
MAIL: reservation@ula-berlin.com

Fotos: Ilka Renz / Ula Berlin