Gallery Weekend Berlin 2012: Tipps von Kunstsammlern.

Gallery Weekend Guide: Teil 2 

Gallery Weekend Berlin 2012: Tipps von Kunstsammlern.

Was schauen sich eigentlich Sammler auf dem Gallery Weekend an? Und wo gehen sie nach den Openings hin? Barbara und Axel Haubrok (Sammlung Haubrok) lassen uns einen Blick in ihre Galerien- und After-Opening-Route werfen.

Robert Longo. Art Basel 2011Robert Longo auf der Art Unlimited (Art Basel 2011)

Gallery Weekend Berlin: Was darf man nicht verpassen?

Axel Haubrok: Auf dem Gallery Weekend interessiert mich natürlich besonders, was es mit den beiden Ausstellungen von Cerith Wyn Evans bei Buchholz (und im Schinkel Pavillon, Anmerkung der Redaktion) und bei Alexander Schröder am Mehringdamm auf sich hat, aber auch, was Meuser bei Nordenhake zeigt. Die erste Ausstellung seit langer Zeit von Robert Longo – und das auf der Karl Marx Allee bei Capitain Petzel – ist natürlich auch ein absolutes Muss.

Galerie Buchholz: Cerith Wyn Evans
Galerie Nordenhake: Meuser, „und Erich mittendrin“ // Opening Freitag 27. April, 18 – 21 Uhr 
Capitain Petzel: Robert Longo // Opening Freitag 27. April, 18 – 21 Uhr 

Gallery Weekend Nacht: Wohin nach den Openings der Galerien?

Wir sind quasi jeden Abend eingeladen u.a. in unsere Stammlokale „Florian“ und in die „Paris Bar“. Zuerst das eine, dann das andere. Die Stimmung in diesen Klassikern im tiefsten Westen ist doch immer noch am Besten – nicht so schick!

NYC & Paris haben mit eigenen Gallery Weekends nachgezogen – ein internationaler Trend?

Na klar, immer mehr Leute merken, dass es auch ohne Kunstmesse interessant ist, vielleicht sogar noch interessanter, weil die Galerien sich auf die eigenen Räume konzentrieren können und nicht noch zusätzlich einen teuren Stand bespielen müssen.

Wie sieht die Zukunft der Kunstmetropole Berlin aus?

Berlin ist durch einen historischen Zufall zu der Kunstmetropole geworden, die sie heute ist: Plötzlich gab es historische und ökonomische Randbedingung, die die Stadt für Künstler so attraktiv gemacht hat. Das sollte man so lange wie möglich zu erhalten: Bloß keine staatliche Förderung, die am Ende durch Erfolge beim Standort-Marketing gerechtfertigt werden muss!

Danke, Barbara und Axel Haubrok!

Foto oben: Albrecht Fuchs