Themroc: Zweiraumwohnung mit offener Küche

Kleinod auf der Torstrasse 

Themroc: Zweiraumwohnung mit offener Küche

Das Themroc zählt zu den kleinen Restaurant-Geheimtipps auf der Torstraße. Das Essen ist Französisch, manchmal Persisch, von hoher Qualität und jeden Abend eine Überraschung.

Restaurant Themroc: Lunch

Das Restaurant Themroc

Im Grunde sieht es aus wie bei mir zu Hause.

sagt Alireza Farahmand, einer der Betreiber des Themroc, und beschreibt damit das Interior des kleinen Restaurants in der Torstrasse auf den Punkt. Genau so dürfen sich auch die Gäste im Themroc fühlen: wie in einer kleinen, vielleicht ein wenig überladenen, aber sehr gemütlichen Wohnung mit offener Küche. Das Personal ist genauso entspannt wie die Gäste, die hier Mittags und Abends die Fischsuppe, ein Themroc Klassiker, löffeln. Im Themroc sitzt der Galerist aus der Seitenstrasse neben dem wohl informierten Tourist. Local trifft global.

Das Essen im Themroc

 Im Themroc wird gegessen, was auf den Tisch kommt.

Im Themroc wird nicht à la carte, sondern Menü gegessen. Dieses hat drei Gänge und durchaus hochwertige Zutaten. Vegetarier müssen sich keine Sorgen machen, denn das Menü gibt es auch wahlweise ohne Fleisch. Meistens gibt sich die Küche dabei frankophil-mediterran, es sei denn, Ali kocht selbst, dann kommen die Gäste in den Genuss eines persischen Menüs.
Das Essen ist ehrlich und wirklich hervorragend zubereitet: Die Minestrone war ein Traum. Besonders lecker war auch der Bratapfelkuchen. Mittags gibt es anstatt eines Menüs, zwei oder drei Gerichte zur Auswahl – sehr minimalistisch aber fein. Salat mit Honigmelone und Serranoschinken, feine Linguine mit Muscheln und eine umwerfende Schokotarte

Die Kunst im Themroc

Innen drin sieht das Themroc aus wie ein Sammelsurium aus ästhetischen und kuriosen Bildern und Objekten. Die Kunst an den Wänden bringen befreundete Künstler mit. Auf der Bar steht eine alte Schreibmaschine daneben eine noch ältere Waage, die Fotos an den Wänden zeigen Motive einer anderen Zeit.

Gaffa Art nenne ich unseren Kunst Stil, weil wir fast alle Bilder die wir bekommen mit Gaffa Band an der Wand befestigen.

Seinen Namen hat das Themroc vom gleichnamigen, Kult gewordenen französischen Anarchofilm. Der Hauptdarsteller ist Aussteiger und verweigert jegliche Zivilisation. Die Gäste schert das wenig. Es ist laut, voll und es passiert nicht selten, dass die Gespräche über Gott, die Welt und die Kunst zwischen Gästen und Mitarbeitern bis spät in die Nacht draussen beim Vorbeilaufen zu hören sind.

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English Version

THEMROC: TWO ROOM APARTMENT WITH OPEN KITCHEN

Themroc is the insider tip on Torstrasse. The food is French, sometimes Persian, and of high quality. Every night is a surprise.

Themroc: Bar

Themroc „basically looks like my own home,“ says Alirexa Farahmand, one of the operators of the restaurant. Just as the guests can feel in Themroc: as in a small, maybe a little overloaded, but very cozy apartment with an open kitchen. The staff are just as relaxed as the guests who are eating fishsoup for lunch and dinner, a classic at Themroc. In the restauruant sits a gallerist from the side street, next to a well-informed tourist. Local meets global.

The food at Themroc

 In Themroc, you eat what’s on the table.

One don’t simply eat a la carte, but from a menu. It has three courses and high-quality ingredients. Vegetarians don’t need to worry because the menu is also available without meat. Usually the cuisine is francophiles-mediterranean, unless Ali is cooking himself, in which case the guests will enjoy a Persian menu.

The food is honest and prepared very well: The minestrone is a dream. Especially delicious is the Bratapfelkuchen. At noon, instead of a menu, there are two or three dishes to choose from – very minimalist and delicate. The dishes can include salad with honey melon and Serrano ham, fine linguine with clams, and a gorgeous chocolate tart.

The art in Themroc

Inside of Themroc is a conglomeration of aesthetic and curious images and objects. The art is contributed by friends. At the bar, an old typewriter stands next to an even older scale as the pictures on the walls show images of another time.

I call our art style Gaffa, because almost all the pictures are hung with Gaffa tape to the wall.

The name Themroc likely comes from a cult French anarchist film. The actor is a non-conformist and denies all civilization. But guests at Themroc don’t care at all. It is loud, crowded, and even  theological conversations are common; while passing by, the world and the art among guests is heard late into the night.

Text: Linda Pacher, English version: Linda Pacher, Zachary Christin